Donnerstag, 17. April 2008

pushkar

um jegwelche spekulationen zu vermeiden, sollte ich vielleicht zunaechst erwaehnen, dass die geschichte mit dem kamelschwanz aus meiner feder bzw. fingern stammte, ich jedoch mit dem einloggen unter eigenem namen muehe bekundete und so david's name fuer dieses kleine intermezzo missbrauchte.

nach jaipur ging's also per bus weiter nach pushkar. wie ich nun nach einigen bussfahrten in public busses erfahren durfte, werden fuer die auslaendischen touristen immer die vordersten sitze reserviert. wenn einem aber dann die ganz grosse ehre zuteil wird, dann darf mal auch mal in der fuehrerkabine mitfahren. und so geschehen von jaipur nach ajmer. die ehre erweist sich dann allerdings nicht unbedingt als bequem und so quetschten wir uns mit drei weiteren indern einer inderin und dem fahrer in die kabine. fuer den groessern unter uns erwies sich dann schon die platzierung der eigenen fuesse als kunst und entsprechend unruhig gestaltet sich dann auch die fahrt. an der kunst des fussplatzierens wurde staendig gefeilt und waren die fuesse falsch platziert, so wurde das gewicht, das auf den po drueckte zuweilen unertraeglich. zum glueck dauerte diese fahrt aber nur 3 stunden und so konnten wir dann auch schon bald wieder aussteigen. in ajmer wartete aber schon die naechste herausforderung. der gang auf's klo. es gibt momente im leben jeder frau, da wuenscht auch sie sich, sie moege sich im stehen erleichtern koennen. doch leider blieb der wunsch ein wunsch und so quaelte ich mich auf die toilete im busbahnhof. ich erspar dem leser hier die detaillierte beschreibung, vielleicht nur so viel - es hat alle meine vorstellungen gesprengt was ich dort angetroffen habe und jene einer inderin wohl auch, so dass sie sich dafuer entschied, sich erst gar nicht mehr als einen meter von der eingangstuer zu entfernen und einfach auf den boden zu pinkeln. so richtig neidisch wurde ich dann, als wir den bus richtung pushkar bestiegen und am herren pissoir vorbeifuhren, welches wunderschoen unter freiem himmel anzutreffen war; scheinbar ganz ohne geruchsemissionen, welche bei meinem toilettenbesuch schier unuebertreffbar waren.

die weiterfahrt nach pushkar verlief reibungslos und so gelangten wir auch schon bald in dieses malerische und heilige doerfchen. dem tipp eines deutschen paares folgend gelangten wir in ein wunderschoenes hotel 7th heaven genannt, dessen namen es auch alle ehre machte. da wir nicht im voraus reserviert hatten gelangten wir in den zweitklassigen fluegel des hotels, was unser budget erfreute und sonst keinerlei abstriche brachte. in pushkar konnten wir zum ersten mal so richtig ausspannen und nichtstun. das doerfchen ist in 20minuten zu fuss erkundet und wir hatten dafuer drei tage zeit. um aber doch nicht einzuschlafen und den buben ans steuer zu lassen haben wir einen tag ein motorrad gemietet und die umgebung um pushkar erkundet. dabei sind wir zum ersten mal der indischen, den tourismus nicht gewohnten bevoelkerung, etwas naeher gekommen und haben ein kleinens maedchen auf unserem motorad ein stueckweit auf seinem weg mitgenommen. es wollte gerne mitfahren, durfte einen fremden mann jedoch nicht beruehren und so sind wir dann zu dritt ein wenig rumgekurvt, ich in der mitte als schutzwall :-). bei unserer rueckkehr ging die sonne langsam unter, die stimmung in dieser verlassenen landschaft unbeschreiblich.

als letztes bleibt noch zu bemerken, dass man in pushkar das beste knoblibrot in ganz indien bekommt und wohl einer der wenigen ehrlichen indischen verkaeufer lebt, der uns fast eine stunde gezeigt hat wie man silber von billigem weissmetall unterscheidet, ohne uns auch nur etwas verkauft zu haben... ein paar kleine ohrenringe hab ich ihm dann aber schon abgekauft, um ganz ehrlich zu sein :-)

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