nun.
ich war natuerlich ehrlich.
und habe dafuer den preis bezahlt. so sind wir weder kopf ueber mensch bei der naechsten anlegestelle vom kakerlakenschiff gefluechtet (notabene erreichten wir den naechsten stopp eh erst nach weiteren 8 stunden fahrt), noch haben wir auf dem deck unter freiem himmel und koerper an keorper mit anderen passagieren genaechtigt, nein, wir blieben in unserem kabinchen aka die huette und trotzten den tieren, der hitze und dem duft. allerdings erst nachdem ein junger burmese uns freundlicherweise flink und ohne jegliche furcht eines tieres entledigt hatte und wir auch unsere schlaf-matratze etwas genauer untersucht hatten, und, dass' der preis, ich mich um larisa herum gelegt hatte und ihr somit die sichere ecke zuteil wurden. wie ein schutzwall eben. nur, dass dieser ordentlich schwitzte und, er wuerd ja nur zu gerne sagen, das tierchen haett ihn kalt gelassen, doch dem war beileibe nicht so, er die ganze nacht kein auge mehr zu machte. entsprechend gut war die stimmung dann am morgen. doch das ist eine andere geschicht...
nach der schifffahrt gilt es noch eine kurze fahrt von drei stunden ueber stock und stein, also teer und oft auch kein teer zu ueberstehen, vorbei an frisch gerodeten regenwaeldern, einfachsten behausungen und mindestens minderjaehrigen strassenbauerinnen, welche dieser taetigkeit kaum auf freiwilliger basis nachgehen. doch es sind der eindruecke zu vieler, und noch immer sitzt die nicht-nacht im nacken; so sind wir heilfroh, endlich das meer zu erblicken.
und wie wir dieses erblicken; wohl in seiner vollen pracht, gesaeumt von einem breiten weissen sandstrand, palmen und wald, wohin das auge nur blickt, gar eine kleine goldene pagode steht da auf einem einsamen felsbocken im sandmeer. wir sind schlicht ueberwaeltigt. und das schoenste daran: wir sind praktisch die einzigen touristen an dem 15 kilometer langen strand. da baumelt sie nun, die seele, schlaeft tuechtig in der langen nacht, gut geschuetzt hinter einem leider nicht gerade kuehlenden moskitonetz, trollt tagsueber dem strand entlang und erfrischt den dazugehoerigen koerper von zeit zu zeit in dem lauen meerwasser. und obwohl wir nun an einem wahrlich touristischen ort sind, fuehlen wir uns abseits der zivilisation wie selten zuvor. abgesehen von den zumeist bescheidenen und vereinzelt luxurioesen resorts welche die einzige strasse der kueste saeumen, gibt es noch ein kleines dorf gleich anschliessend und, klar, wir sind in burma aka pagodistan, eine grosse goldene pagode beim dorfeingang. die naechste stadt ist mehr als zwei stunden muehsame busfahrt entfernt, kein hafen hier, kein flughafen dort. strom gibts nur selten, am abend fuer einige stunden, internet nur dem vernehmen nach und der fisch, ja, der ist frisch und lecker wie bislang nirgends zuvor.
die tage vergehen im nu, die von indien und den ersten tagen in burma etwas arg strapazierten nerven kommen wieder in form, sind also alles andere als blank, und so machen wir uns ueber yangon auf in die stadt der, wie koennts auch anders sein, wir sind noch immer im gleichen lande, pagoden. ganze 4400 sollen es mal gewesen sein, immerhin 2500 sinds noch immer. kleine, grosse, renovierte, verfallene, hohe, breite; alle moeglichen arten gibts davon, doch alle beherbergen sie mindestens einen buddha. und auch ein paar kakerlaken. genau, bagan nennt es sich, dieses weite feld der pagoden. man kann sie besteigen und bestaunen, ablichten und anbeten, doch dazwischen, da kann man auch ganz andere sachen tun.
doch davon spaeter mehr.
Sonntag, 18. Mai 2008
burma (part II)
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