Montag, 26. Mai 2008

burma (part IV)

und schon geht's weiter mit part IV...

von bagan ging's weiter nach inle lake. einem see, der nahe der thailaendischen grenze und einigen mohnplantagen, auf einem hochplateau gelegen ist. zu meiner erleichterung herrschte hier ein geradezu polares klima; das heisst ich konnte am abend meine turnschuhe ausfuehren, ohne gleich schwitzfuesse zu kriegen. neben dem modischen effekt erzielten diese schuhe auch einen ausgezeichneten schutz gegen die muecken, die in dieser gegend oefter mal mit malaria verseucht sein sollen. auch die landschaft hier war wirklich bezaubernd. tiefgruen dominiert von reisfeldern und schwimmenden tomatenplantagen auf dem see. dazu spaeter jedoch noch mehr.

um von bagan nach inle lake zu gelangen war eine 14 stuendige busfahrt ueber stock und stein unausweichlich, wollten wir unser (oder vielleicht sag ich besser mein) durch die burmafluege mental etwas strapazierte budget nicht noch mehr belasten. festgehalten werden muss zudem, dass wir in den 14 h keineswegs eine strecke von 1000 km zurueckgelegt haben, sondern lediglich zuerich - neuenburg; wenn ueberhaupt. los ging unsere traumreise um 3.30 in der frueh. nachdem wir aufgestanden waren, verdrueckten wir das hart gekochte ei, sowie einige scheiben tost (die diskussion wer wieviele scheiben der uns zugeteilten ration bereits verspeist hatte und wer auf wieviele noch anspruch hatte, liessen wir um diese uhrzeit brav aus) die fuer uns bereitgestellt waren und setzten uns in den burmesischen localbus. schon nach den ersten 100 m wurden wir so stark durchgeruettelt, dass david damit beschaeftigt war, durch gezielte konzentration seinen mageninhalt auf einer gewoehnlichen hoehe zu halten. dies gelang ihm auch ganz gut und nach einiger zeit hatten sich unsere maegen an die herben schlaege, die sie nun konstant einzustecken hatten, gewohnt.

da wir wussten, dass diese strapaze mindestens 14 stunden dauern wuerde, entschied ich mich, mich mit dem ipod in den ohren abzulenken und david setzte seinen zustand auf standby, was ich als leicht bedaemmertes doesen und nicht immer antworten auf meine, ich gebs ja zu, zuweilen etwas muehseligen, wahrnahm. dieser daemmerzustand war schlagartig vorueber, als wir bei einem unserer vielen kurzen stops das ohrenbetaeubende kraehen eines stolzen hahns wahrnahmen. und tatsaechlich, monsieur le coq war mitpassagier, nur wenige reihen vor uns und sass mit seiner haenne im koerbchen unter einem der sitze. dieses huehner gegacker war zweifelsohne eines der highlights auf der strecke und eine letzte aufmunterung bevor's dann bergauf richtung inle ging. die strasse, die sich den berg hinauf windete, war keineswegs besser als die bisherige und auch in keinsterweise zweispurig. nach 14 h hatten wir's dann aber geschafft.

fuer die etwas muehselige busfahrt wurden wir in inle aber allemal entschaedigt. ein super herziges hostel erwartet uns, sowie ein burmesisches gebruederpaar, dass wohl die beste pizza und pasta in ganz asien zu zubereiten weiss (holzofen und pastamaschine inbegriffen). so wurden deren zwei lokale auch stillschweigend zu unseren stammlokalen erkoren, wo wir, und da steigt mir die roete gleich ein wenig ins gesicht, mit zwei schweizern aus den urkantonen, flott drei abenden hintereinander schieber jassten. spass hat's gemacht und wie.

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