jaisalmer verliessen wir um fuenf uhr in der frueh um richtung jodpur aufzubrechen. ich freute mich sehr, da ich der hitze nicht richtig gewachsen schien. die letzte nacht war mehr als muehsam. ich schien kein grad abzukuehlen, bedeckte mich mit nassen tuechern und wir sinierten darueber, ob ich wohl an einem hitzestau leiden wuerde. auch die frage der venitilatorstaerke war omnipraesent. ich haette alles dafuer gegeben den ventilator zum abheben zu bringen, doch der arme david fuerchtete um sein leben, da die haengevorrichtung doch so einige zweifel an der sicherheit hervorbrachte und nicht zuletzt war der gute tuechtige ventilator auch nicht ganz geraeuschlos. der kompromiss: stufe drei von fuenf.
die busfahrt nach jodpur verlief reibungslos. mit etwas abstand betrachtet, war dies die indische busfahrt deluxe. ich fuehlte mich jedoch zusehends schlechter. mich schmerzte der ganze koerper und irgendwann musste ich dann einsehen, dass es wohl weder mit dem bewegten kamelritt noch mit der hitze zusammenhing. irgendwo hatte ich ihn aufgelesen den indischen kaefer. klammheimlich hatte er sich eingenistet und verursachte nun fuer einige tage fieber und gliederschmerzen. um den patienten nicht in allzu primitiven verhaeltnissen kurrieren zu lassen haben wir uns dann in jodpur ein etwas komfortableres hotel geleistet. der arme david glich einer ameise, die alles in den bau schleppt. trinkwasser, fried rice, armreifchen und einiges mehr was das herz eines weiblichen patienten halt so begehrt. nach einem kulturell wie auch finanziell sehr lehrreichen arztbesuch, ging's dann langsam auch wieder bergauf. mann stelle sich vor, das taxi zum arzt kostet uns knapp drei schweizer franken, die arztkosten beliefen sich auf satte 100 rappen. weiter interessant war der einsatz des thermometers. der arzt streckte mir also diese kleinen quecksilber instrument entgegen und ich dachte, bloss nicht in den mund damit. also klemmte ich's mir unter den arm. mit dem messresulat unzufrieden forderte mich der arzt auf doch bitte die fieber noch im mund zu messen. ich hoffte innigst, dass das gute alte stengelchen desinfiziert wuerde, doch ob es so war, das blieb uns verborgen. als der arzt mich dann aber fragte, ob diese flasche neben mir mein wasser sei, ich bejahte und er damit das thermometer spuelte, kamen mir bezueglich des desinfizieren doch so einige zweifel. der langen rede kurzer sinn. ich hab's ohne nachwehen ueberstanden, doch im falle einer etwas ernsthafteren erkrankung moechte man lieber nicht in indien weilen. eine ausnahme bilden wohl die privaten, hochstehenden kliniken in dehli oder mumbai.
nach zwei langen tagen im hotelzimmer erreichten wir dann zum glueck aber doch noch das fort. diese imposante festung, die ueber jodpur trohnt ist wunderschoen und um unser kulturdefizit der letzten tage oder auch wochen (ganz so fleissig waren wir nicht) aufzuholen haben wir dann auch ganz brav die ganze audiotour mitgemacht.
am nachmittag traten wir unsere letzte busreise nach udaipur an. von deluxe war hier jedoch nichts mehr zuspueren. himmelfahrtskommando ist hier das passendere wort. wer noch nie in indien im bus unterwegs war, wird muehe haben sich einen solchen fahrstil ueberhaupt vorstellen zu koennen und wer die indischen busfahrten kennt, der stelle sich das schlimmste ueberholmanoever eines indischen busfahrers vor, repete, und das sieben stunden lang... nach den kurzen pinkelpausen war's jeweils noch gravierender, und so fragten wir uns, was dieser idiot wohl konsumierte, um eine solche fahraggression an den tag legen zu koennen. die ankunft in udaipur war eine unserer groessten erleichterungen und wir waren beide froh, dass dies vorerst unsere letzte busreise in indien war.
Dienstag, 13. Mai 2008
jodpur 13.4.08-15.4.08
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1 Kommentar:
by mirka and tom:
"Kaum hat fuer euch die Reise begonnen sind wir auf der ewigen Heimreise. Dank der Flugplanaenderung von Qatar dauert unsere Reise von Goa nach Zuerich sagenhafte 33 Stunden. Gluecklicherweise ist man sich an das lange warten inzwischen gewohnt und so ist auch dies nur halb so schlimm.
Wir wuenschen euch Beiden eine super Zeit, geniesst jeden Moment den die Zeit verstreicht schneller als man meint.
Mirka und Tom"
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