Samstag, 31. Mai 2008

pulau perhentian & kuala lumpur (16.5.08 - 27.05.08)

nach einer woche im luxus und warmem badewasser verschlug es mich wieder in etwas spartanischere gefielde. pulau perhentian liegt nahe der nordoestlichen malayischen festlandkueste und bietet alles, oder fast alles, was die sonnen -und badehungrigen herzen seiner besucher begehren. wunderschoene weisse sandstraende, tuerkisblaues warmes wasser, sonnenschein und jede menge faszinierender tiere.

entgegen unserer ersten befuerchtungen fiel es petra und mir also keineswegs schwer unsere sechs tage auf dieser insel rumzubringen. am ersten morgen wurden wir gleich von einer riesen echse ( ca. 1 m) ueberrascht und nur wenige stunden spaeter kam auch schon der erste affe zu besuch. die tage verbrachten wir mit sonnenbaden, wasserbaden, schnorcheln und einer nicht zu vernachlaessigenden mehrstuendigen wanderung durch das dschungeldickicht der insel. um keinen falschen anschein entstehen zu lassen oder gar mit unserem mut und durchhaltevermoegen zu prahlen, muss praezisiert werden, dass die wanderung wohl kaum mehr als 120 minunten gedauter hat und wir diese auch nur unter schutzaufsicht einer super netten deutschen familie in angriff genommen haben. doch selbst so hat es uns einiges abgefordert. geschwitzt habe ich in meinem leben noch nie in einem solchen ausmass, noch nicht mal in der sauna und die riesen spinnen, ameisen und tausendfuesser die den weg saeumten haben auch schwer an meinen nerven gezerrt. petras tiefpunkt war beim durchqueren eines grasdschungels, der unsere koerpergroesse bei weitem ueberragte, wohl auch erreicht, da sie sich von allen seiten von schlangen und sonstigen lustigen getierchen befallen sah. doch nichts aussergewoehnliches geschah und ausser einigen uebel juckenden mueckenstichen nahmen wir nichts weiter mit zurueck.

und waehrend sich auf der insel so manches tier heimisch fuehlt, so gilt dies nicht minder fuer die gewaesser, die diese umgeben. man kann gemuetlich vom strand ins wasser spazieren, 50 m hinauspadeln und hai sowie riesenmeeresschildkroeten beobachten. jawohl, da bin ich maechtig stolz drauf, ich bin mit haien geschwommen ohne das meer mit noch mehr fluessigkeiten zu belasten. es war ein unbeschreibliches gefuehl. ich, die die hoffnung auf einen hai, spaetestens nach der 10 minuetigen hyperfentilation und anschliessendem tauchkarriereabbruch laengst begraben hatte (das tauchen war noch nie so richtig meine staerke und beschraenkte sich daher auf vier tauchgaenge fuer's openwater und diesen einen, vier jahre spaeter... :-)). nicht ganz so begeistert von den der kueste doch sehr nahen haien war petra und so begnuegte sie sich mit den nicht minder beeindruckenden schildkroeten. diese hatten ihr plaetzchen fern der hai und waren jeden abend beim grasen im 2-3 m tiefen wasser vor der kueste zu beobachten. sie liessen sich ob der menschlichen beobachter keineswegs aus der ruhe bringen und so konnten wir auch immer wieder sehen, wie diese riesigen tiere nur wenige meter neben uns an die wasser oberflaeche schwammen um nach luft zu schnappen. momente, die mit sicherheit nie mehr vergessen gehen... ein dankeschoen an betina, ebi und tim, die uns in diese faszinierende unterwasserwelt eingefuehrt haben und mich beim hai schnorcheln stets begleiteten, denn allein, haette ich mich wohl nicht ganz getraut...

von pulau perhentian ging's weiter nach kuala lumpur. fuer diese reise trennten sich petra's und mein weg kurze zeit. waehrend petra flog, bestieg ich am fruehen naechsten morgen den dschungel-zug. die nacht zuvor, meine erste allein auf reisen, verbrachte ich in der bis anhin uebelsten absteige. mein kaemmerchen sah derart heruntergekommen aus, ueberall blutflecken totgeschlagenen getieren an den waenden, dass ich meiner matraze keineswegs ueber den weg traute und mir allerhand graeuslicher kaefer in deren innenleben vorstellte. ich erinnerte mich an eines unserer gespraeche vor der abreise im berner mattenquartier, wonach man, wenn man eine matrazte fuer laengere zeit an die sonne legt, deren tierchen beim sonnenbaden beobachten kann. sprich, spueren die bedbugs waerme, so kommen sie an die matrazen oberflaeche, gell beat ;-). ich wollte mir unter den harten travellern natuerlich keine bloesse geben und so fiel die variante 'in die sonne legen' von vornherein ausser betracht. uebrig blieb somit nur, drauflegen und hoffen dass dich kein solches biestchen sticht. um aber nicht mitten in der nacht aufzuwachen und festzustellen, dass sich meine befuerchtungen bewahrheitet haben, lag ich die matratze am nachmittag so zusagen test. als sich nach eineinhalbstunden testliegen noch kein juckreiz bemerkbar gemacht hatte, beschloss ich die matraze bedbugs-free zu erklaeren; mit erfolg. und so ging's am naechsten morgen ausgeschlafen mit dem zug durch den dschungel und nach kuala lumpur.

petra, die ihre letzten ferientag verstaendlicherweise nicht mit matrazten-test-liegen verbringen wollte erwartete mich, um es moderat auszudruecken, in einem etwas edleren quartier. ich konnte mein glueck gar nicht fassen, als ich mich nach 14 h zugfahrt unter die warme, ja fast heisse dusche stellen konnte und mich spaeter mit einer daunendecke zudeckte; vom fruehstueck und der aussicht ganz zu schweigen. nach zwei naechten in himmlischen hotelverhaeltnissen war dann aber fertig lustig. petra's ferien und mein geburtstagsgeschenk (danke nomol ganz fescht petra!!!) hatten sich leider dem ende zugeneigt und so verabschiedeten wir uns am sonntag nachmittag dann auch schon wieder. mir blieben noch zwei weitere tage in kuala lumpur, die ich groessten teils mit betina, ebi und tim sowie umgeben von ac und fastfood (auch das musste mal wieder sein) verbrachte und mich ganz ganz fest auf david freute :-).

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