Dienstag, 16. Dezember 2008

sweet & cold home.

nun sind wir seit gut drei monaten wieder in der schweiz. mit regen und frischer bise wurden wir empfangen, wie hätt's auch anders sein können. doch wir liessen die ange-eignete, vielleicht auch -reiste zufriedenheit und die vorfreude aufs wiedersehen von freunden und bekannten nicht vom kalten nass wegspülen und traten gut bepackt (rucksäcke, daypacks, jacken, schuhe, geschenke, ahm, 10 meter yak-wolle, dies jedoch eine andere geschicht...) in die ankunftshalle und - waren sogleich wieder zuhause.
so schnell ging das.
erstaunlich schnell.
zu schnell.
schweizerdeutsch, gedämpfte gespräche, wenig menschen auf viel raum, alles glänzt, der zug rollt geräuschlos, auf der autobahn gibts fahrbahnen, das kiosklogo strahlt, die migros hat bis acht auf, die pizza schmeckt italienisch. auch gut.


der vollständigkeit halber: nach dem wir (wir, das ist zumindest einer, zumeist eine von uns zweien) unseren letzten blog-eintrag veröffentlichten, haben wir schon bald einmal unsere zelte auf der schönen insel koh phangan abgebrochen, bzw. unser bungalow mit seeanstoss verlassen und sind nach bangkok in ein mickrig, dafür teuer zimmerchen mit hochstrassenanstoss gezogen. ein scheinbar schlechter tausch. doch es erfüllte seinen zweck, diente als shopping-zwischenlager, als basis, um unsere chinareise zu planen und, auch nicht ganz unwichtig für uns (uns, das ist zumindest eine, zumeist einer von uns zweien), lag verkehrstechnisch günstig zum golfplatz. dem ältesten, also heruntergekommensten in bangkok. dem billigsten. dem 'royal turf club', mitten im regierungsviertel.
nach zehn kurzweiligen tagen hielten wir es in unseren händen. das unglaubliche ding namens china-visa, besser noch, including the tibetian special permit. larisa's riecher führte uns direkt in die bangkoksche chinatown, für einmal nicht des essens wegen, und wir landeten in einem kleinen, mit papier und dokumenten überstellten reisebüro. zufälligerweise die offizielle china-reiseagentur (cts). mit bestem und billigstem draht zu peking. mit einem lächeln versicherte uns der freundliche herr, wir sollen einfach in ein paar tagen wieder kommen. und, tatsächlich, trotz olympiade, einreisesperre für so manch nationalität und unruhen im tibet, händigte er uns wie versprochen die zur reise notwendigen dokumente aus.

china ist eindrücklich. chinesisch. nur nicht so, wie wirs uns im westen vorstellen. hektisch und ruhig, rauh und rüpelhaft, zuvorkommend und ungemein herzlich.
von kunming, im südwesten chinas gelegen, reisten wir relativ zügig in richtung tibet. die höhenmeter nahmen schnell schwindelerregende masse an und innert wenigen tagen fanden wir uns von 0 auf gut 4000 metern über meer. in lhasa gönnten wir uns kaum rast, denn: der berg rief. wenn uns schon auf dem flug von shangri la nach lhasa wegen dichten wolken kein sonst so überwältigender ausblick auf den himalaya vergönnt war, so sollte uns wenigstens der berg in dieser hinsicht nicht enttäuschen. der berg.
nach zwei tagen wilder fahrt in unserem jeep mit samt guide und fahrer durch weite und schmale täler, so manch überquertem 5000er pass und unglaublich eindrücklichen landschaften standen wir vor ihm. dem mount everest. oder, auf tibetisch, qomolungma.
die sicht zur beinahe 9000 meter hohen spitze wurde durch kein wölkchen getrübt - wir waren zufrieden. und auch wenn uns die darauffolgende nacht in der höhe schwer zu schaffen machte, der anblick war jeden yuan, jedes schlagloch, jedes bittere grüne gemüse zum frühstück wert.

mit der zugfahrt nach peking näherten wir uns auch unweigerlich dem ende unserer reise. und auch wenn ich mir die option 'umbuchen auf peking-bali auf unbestimmt' offen halten wollte, so wusst ich sehr genau, dass mir diese nur des ende etwas erleichtern sollte. bis ich dann an besagtem tage in peking eingecheckt habe, nach zürich, natürlich, und es kein zurück mehr gab. kurz, aber doch nicht ganz schmerzlos.

und weils diesem blog nicht ähnlich ergehen, also nicht mit dem traurigen ende aufhören soll:
hab ich eigentlich erwähnt, dass wir vor der abreise nach china noch zehn tage in kambodscha weilten? nicht?
also, das war so. ...

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